Wie baue ich eine LowBudget Testumgebung – Part 2

Moin,

gestern habe ich etwas über die Hardware meines „Labs“ geschrieben, heute gehts darum, was darauf läuft bzw. wie ich es zum Laufen bekommen habe.

Der Sinn hinter dem ganzen ist ja, Microsoft Technologien kennen zu lernen, die bei mir in der Firma nicht eingesetzt werden oder aber Szenarien für Microsoft Examen nachstellen zu können. Also bietet sich ja HyperV von Microsoft an. Soweit ich das ganze Lizenzgedöhns verstanden habe, ist die „Evaluierungsversion“ unbegrenzt testbar.

Somit entschied ich mich für HyperV 2016, zwar ist das noch in der Technical Preview 5, aber ist ja nur eine Spielwiese. Also die rund 2,35GB heruntergeladen, hierfür bekommt man den HyperV Server in der Core Edition (ohne GUI). Da der Brix via USB gefüttert werden will, wollte ich mich erstmal schlau machen, wir ich die ISO bootbar auf einen 8GB USB Stick bekomme. Nun findet man wirklich viele schlaue Anleitungen, die meisten enden aber leider darin, den kompletten HyperV Server vom USB Stick laufen lassen zu wollen. Hier also die Idiotensichere Anleitung. (Diese Funktioniert mit Nahezu jedem Windows seit Win7/Server2008).

Nun sind wir wieder an dem Punkt an dem nichts spannendes passiert. USB Stick rein, gebootet, Windows installiert.

Ein kurzer Exkurs zu meinem Heimnetzwerk: Fritzbox Netzwerk, Win10 PCs als Workgroup. Das ist wichtig, weil, jetzt einfach die HyperV Konsole auf Win10 zu öffnen und los gehts, war nicht.

HyperV ist also installiert, hat eine feste IP (Punkt 8) und die Konsole lächelt uns an.

hyperv01_console

Das ist soweit selbst erklärend, Domäne gibts noch keine, also ist Workgroup richtig. Vergebt unter „2“ einen neuen Hostname und unter 3 fügt ihr einen neuen Lokalen Benutzer hinzu, das ist wichtig, da der vorhandene Administrator nicht Remote arbeiten kann. Unter 4 aktiviert Ihr dann das Remote Verwalten unter 6 updated Ihr das System.

Nach einem Reboot wählt Ihr die 14 und tippt „powershell“ um die Powershell zu starten.

Nun müsst Ihr folgendes Eingeben, damit erstmal jeder Computer in eurem Netzwerk, HyperV verwalten kann:

  • Enable-PSRemoting
  • Set-Item WSMan:\localhost\Client\TrustedHosts -value * -force
  • Enable-WSManCredSSP -Role client -DelegateComputer *
  • shutdown -r -f -t 1

Auf eurem Windows 10 Client installiert Ihr dann via Systemsteuerung -> Programme und Features -> Windows Features die HyperV Verwaltungstoolswin10_hyperv_install

Dann Startet Ihr den Hyper V Manger und Verbindet euch (Kontextmenü) über die IP Adresse und unter Angabe eines anderen Users (den zusätzlichen User den Ihr oben hinzugefügt habt) zum HyperV. Dies ist so, weil die DNS Auflösung der Fritzbox nicht wirklich funktioniert. Bei Problemen gibt es hier noch mehr Tipps.

Nun haben wir uns zum HyperV verbunden und können einen virtuellen Switch erstellen, der den Virtuellen Maschinen erlaubt, im Heimnetzwerk rum zufunken oder ins Internet zu verbinden.

Ich habe dann einen Server 2016 TP5 mit GUI installiert, dieser bietet aktuell ein Active Directory, DNS und DHCP Dienste an. Das Image kann man auch hier herunterladen.

Die TP5 ist wohl bis Ende 2016 gültig, mir langt das erstmal. Wichtig ist, dass Ihr das Image dann lokal auf den HyperV Host legen müsst (via \\IPAdresse\c$), damit Ihr das in eure neue VM einbinden könnt.

Zusätzlich habe ich den hier erwähnten NanoServer noch getestet und wollte ihn als FileServer einsetzen. Statt dessen werde ich aber noch einen 2016 Server nehmen.

Das war erstmal, sobald sich etwas neues mit dem Lab ergibt, werde ich berichten 🙂

 

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